Das mit KI generierte Bild zeigt ein realistisches Foto von Natali, einer Frau Mitte 30, die allein auf einer abgelegenen Parkbank sitzt, von der Seite betrachtet. Sie starrt auf einen kleinen USB-Stick in ihrer Hand. Natali hat welliges, braunes Haar und trägt einen beigen Strickpullover sowie graue Jeans. Im Hintergrund ist ein Mann mit einem Schal und einer Sonnenbrille zu sehen, der auf dem Weg auf sie zukommt. Die Szene spielt in einem Waldpark bei gedämpftem Licht, das eine ruhige, etwas mysteriöse Atmosphäre erzeugt.

Kapitel 7 – Initial

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Der Wind rauscht durch die hohen Bäume des stillen Parks. Blätter tanzen wie flüsternde Geister im Abendlicht, während die letzten goldenen Sonnenstrahlen durch das dichte Blätterdach fallen.
Natali sitzt allein auf einer abgelegenen Parkbank, den Blick intensiv auf einen kleinen USB-Stick gerichtet, der in ihrer zitternden Hand liegt. Ihr Atem geht unregelmäßig, und trotz der angenehmen Kühle des Abendwindes kann sein angenehmes Wehen Natalis innere Unruhe nicht lindern.

Aus der Ferne nähert sich ein Mann. Seine Gestalt ist mittelgroß und schlank. Eine dunkle Sonnenbrille verbirgt seine Augen, ein Schal umhüllt sein Gesicht. Kaum etwas an ihm ist erkennbar.
Natalis Herzschlag beschleunigt sich spürbar. Sie weiß, wer dieser Mann ist, doch sie darf es nicht zeigen.

Ohne zu zögern, nähert er sich. Seine Schritte wirken entschlossen, aber vorsichtig. Neben ihrer Bank bleibt er kurz stehen, blickt sich misstrauisch um und setzt sich dann neben sie. Für einen Moment legt sich eine schwere Stille zwischen sie, bevor er sich räuspert und flüstert: „Haben Sie es?“

„Ja“, erwidert Natali leise und reicht ihm den USB-Stick. Sie versucht, in sein verdecktes Gesicht zu blicken, doch er wendet sich ab, sein Blick weiterhin die Umgebung musternd.

„Und sind Sie sicher, dass alles darauf ist?“ Seine Stimme ist gedämpft, doch die Anspannung in seinem Ton ist unüberhörbar.

Mit einem unsicheren Nicken bestätigt Natali und wirft ebenfalls einen raschen, prüfenden Blick über ihre Schulter. „Alles, was ich bisher zusammengetragen habe. Es wird mehr geben.“

Sie hört sein kurzes und heiseres, mehrdeutiges Lachen. „Das hoffe ich, für uns beide.“

Er steht auf, nickt ihr zum Abschied zu und flüstert: „Passen Sie auf sich auf, Frau… Schriftstellerin.“

Natali schaut ihm nach, bis er verschwindet. Ein Gefühl der Unsicherheit lässt sie nicht los. Für einen Moment fragt sie sich, ob jemand diese Szene beobachtet hat. Jeder Außenstehende hätte sofort misstrauisch werden müssen. Die Worte, die sie gerade ausgetauscht hatten, ihr Agieren – alles hatte auf dieses bedrückende Geheimnis hingedeutet, das unter der Oberfläche lauert.

Erneut sucht Natalis Blick gehetzt ihre Umgebung ab, um sicher zu sein, dass ihr Treffen unbeobachtet geblieben ist.

Dann erhebt sie sich von der Bank und eilt nach Hause.

Auf dem Rückweg fragt sie sich, was sie dazu gebracht hat, sich auf dieses gefährliche Spiel einzulassen.
Dabei spürt sie, dass die Grenze zwischen ihrer realen Welt und der Welt ihres Romans auf zutiefst beunruhigende Weise immer dünner wird.

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